Überspannung
Ein Blitzstoß (Blitz oder Donnerschlag genannt) ist eine Form eines externen Stoßes, der durch Blitze verursacht wird. Wenn sich elektrische Ladungen in einer Gewitterwolke ansammeln und ein Niveau erreichen, das die durch die Atmosphäre bedingte adiabatische Grenze überschreitet, kommt es schließlich zu einer Entladung zwischen Wolken und Erde oder zwischen zwei Wolken. Dieser Strom soll 20 bis 150 kA erreichen. In diesem Fall bezeichnet man die abnormal hohe Spannung, die durch eine direkte Entladung entsteht und auf Übertragungsleitungen oder Kommunikationskabel wirkt, als "direkten Blitzstoß". Im Gegensatz dazu bezeichnet man die Spannung, die durch elektrostatische oder elektromagnetische Induktion auf Kabeln nahe der Einschlagstelle entsteht, als "induzierten Blitzstoß". Wenn ein Blitz in einen Blitzableiter einschlägt und das Erdpotential ansteigt, steigt auch das Erdpotential der Geräte. Dadurch kann ein abnormal großer Unterschied zwischen Kabel und Erde entstehen, was als "Blitzstoß durch Anstieg des Erdpotentials" bezeichnet wird. Die Energiemenge eines direkten Blitzstoßes ist enorm groß, sodass sie allein durch einen Überspannungsschutz nicht abgefangen werden kann. Es gibt Geräte, die sowohl mit einem Blitzableiter als auch mit einer Erdungsleitung über dem Kopf den Großteil der Energie ableiten, während der verbleibende Teil über einen Überspannungsschutz absorbiert wird.